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Auswirkungen von iOS 14 auf Web Traffic Tracking

Das Update auf iOS 14 und das auf iOS 14.5 haben einige Auswirkungen für Nutzerinnen und Nutzer. Ihre Datensicherheit soll erhöht werden. Allerdings sind die Neuerungen äußerst umstritten. Die verschiedenen Sichtweisen auf die Aktualisierung sind höchst unterschiedlich. Apple fordert von allen aus dem App Store ladbaren Apps, die Tracking betreiben, dazu die Erlaubnis der Endverbraucherinnen und Endverbraucher einzuholen.

Was ändert sich konkret?

iOS 14 erlaubt es Anwenderinnen und Anwendern, selbst zu entscheiden, welche Tracking-Daten sie teilen wollen und welche nicht. Sie müssen explizit zustimmen, dass Apps Daten erheben. Apples internes System hierzu nennt sich AppTrackingTransparencyFrame (ATT). Das Tracking wird realisiert über ein Tracking-Opt-In. Besonders Facebook Ads sind betroffen, weil Facebook im Vergleich zu anderen, großen Webseiten relativ viel Traffic trackt. Auch wird der Traffic nur noch 7 statt wie bisher 28 Tage gespeichert. Somit wird es schwieriger für Advertiserinnen und Advertiser, relevante Facebook Ads zu schalten. Big F rät seinen Werbetreibenden, zusätzlich die Facebook Conversion API zu nutzen, die der kalifornische Konzern bereitstellt.

Auch für Google und deren Werbetreibende wird die Online Werbung deutlich erschwert. Bei der Nutzung der Suchmaschine über iOS 14 werden nur noch dann Daten erhoben und gespeichert, wenn die surfende Person akzeptiert. Allerdings sind Google Analytics für Viele ein Ausweg aus dieser komplizierten Misere. Google bietet Support für Apples Tracking-API SKAdNetwork, die im Ruf steht, wesentlich datenfreundlicher als die bisherigen Lösungen zu sein. Allerdings können Werbetreibende nur noch 8 Kampagnen gleichzeitig fahren. An diesem Punkt kommen die Google Analytics ins Spiel. Sie verraten Werbetreibenden, welche Kampagnen sich lohnen und welche Anzeigen man am besten in einer Kampagne zusammenfasst. Die installierten Apps können nämlich im SKAdNetwork nur noch einer Kampagne zugeordnet werden, und nicht mehr einer oder mehreren Anzeigengruppen. 

Vermutete Langzeitfolgen

Die Langzeitfolgen sind nur schwer einzuschätzen. Lediglich der Umstand, dass die Arbeit von Online Marketern sich verändern wird, kristallisiert sich schon raus. Für andere Betriebssysteme bleibt das Online Marketing ja relativ gleich, weswegen der nötige Wissensschatz für zielführendes Online Advertising sich stark erweitert. Innovationen sind hingegen Online gang und Gäbe, weshalb zu vermuten ist, dass die Branche zwar mehr kämpfen muss, aber nicht einsacken wird.